Die goldene Taube

Sage aus dem Etschtal, aufgzeichnet von Johann Adolf Heyl. Ober dem Dorf Nals thront das Schloss Payrsberg. Vor langer Zeiten hauste auf dieser Burg ein reicher und mächtiger Herr und lebte lange Zeit glücklich mit seiner edlen Gattin, welche ihm ein Söhnlein geschenkt hatte. Aber einmal musste der Ritter weit fort in den Krieg ziehen, und weil er inzwischen einen feindlichen Überfall fürchtete, wollte er seine Schätze in Sicherheit bringen. So goss er goldene Kugeln, überzog sie mit Blei und vergrub sie. Aus einem Teile des Goldes aber goss er Tauben und andere Vögel, strich sie schwarz an, so dass sie aus Eisen gemacht schienen, und stellte sie auf Kästen und Fensternischen, wie zur Zierde, hin.

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