Großer Erfolg für Tage der Architektur 2016

Teilnehmerzahl übertrifft alle Erwartungen

Nach dem Motto „Ins Land gebaut“ führten die „Tage der Architektur“ dieses Jahr landauf, landab zu besonders markanten Südtiroler Bauwerken, die in eine ganz eigene Beziehung zur umliegenden Landschaft treten.

Neun Touren zu insgesamt 40 Objekten standen zur Auswahl, die Führung oblag Südtiroler Architekten. 275 Plätze wären eigentlich zur Verfügung gestanden – letztlich gelang es, 318 Teilnehmer mit auf die Reise zu nehmen. „Darüber hinaus gab es weitere Anfragen, die wir allerdings absagen mussten“, sagt Carlo Calderan, Präsident der Architekturstiftung Südtirol. Unter den Teilnehmern fanden sich Einheimische, aber auch zahlreiche Gäste aus Italien, Deutschland und auch Österreich – sie waren zum Teil eigens für die „Tage der Architektur“ angereist: „Der Anteil der Gäste, hauptsächlich aus Deutschland und Italien, machte in diesem Jahr bereits über die Hälfte der Teilnehmer aus. 2015 lag er noch unter 30 Prozent“, erklärt Marco Pappalardo, Leiter der Abteilung Communication bei IDM. Dies zeige, dass Südtirol neben vielen anderen Aspekten auch in punkto Baukultur ein interessanter und besuchenswerter Lebensraum sei.

In der Tat kam das Programm gut an: „Wir haben einen wundervollen Tag erlebt mit qualitätsvoller Architektur, es war ein intensives, dichtes und wohl ausgesuchtes Programm. Und die Kollegen haben uns gut durch das Programm und über die Distanzen gebracht“, stellte etwa Carmen Mundorff, Architektin aus Ulm, fest. Sie hatte die Tour „Von den Viles in die Welt“ gebucht; eine Tour durchs Gadertal mit Endstation im Atelier von Lois Anvidalferei, wo ein Jazzkonzert den Tag abschloss. Diese und die Tour „Wohnen zwischen den Weinreben“ im Überetsch waren mit 60 bzw. 45 Teilnehmern die am stärksten nachgefragten Tage. Hier gab es unter anderem die Möglichkeit, drei private Wohnhäuser zu besichtigen. Einige Gäste buchten auch mehrere Touren.

„Vom Tourismus gebaut“ hieß die Tour ins Grödner Tal, wo der landschaftliche Rahmen für Bauherrn und Architekten eine besondere Herausforderung darstellt. Unter anderem wurden hier die Fußgängerbrücke Setil in St. Ulrich, ein Hotel sowie die technische Anlage und Seilbahn Dantercëpies in Wolkenstein gezeigt. Dieses Thema war offenbar auch für Gäste aus dem Fassatal besonders interessant: „Im Fassatal wird genau beobachtet, was in Gröden gebaut wird“, sagten etwa zwei Teilnehmer aus Fassa, die schon 2015 bei den „Tagen der Architektur“ mit dabei waren.

Die Bilanz der Veranstalter lässt sich jedenfalls sehen: „Wir wurden von der Nachfrage teilweise überrannt. Die Teilnehmer haben sich sehr interessiert gezeigt, was wir als Wertschätzung der Architektur in Südtirol verbuchen“, erklärt Carlo Calderan. Besonders erfreulich ist für ihn aber nicht nur die Zahl der Interessierten, sondern auch das begeisterte Mitmachen aller Beteiligten: „Mehr als 60 Hauseigentümer, Architekten und Baubeteiligte waren auf den Beinen, um mit großem Engagement die Teilnehmer zu empfangen und ihnen die Geschichten ihrer Häuser zu erzählen.“ So gesehen dürfen die Organisatoren mit Zuversicht in die Planung der „Tage der Architektur 2017“ gehen.

Die „Tage der Architektur“ sind eine Initiative der Architekturstiftung Südtirol in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol. Unterstützt wurde die Veranstaltung von lvh – Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister, HGV (Hoteliers- und Gastwirteverband), der Südtiroler Volksbank, Erlacher Innenausbau KG, Schweigkofler Bau & Immobilien und Südtirol Jazzfestival.

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